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Aus: Ausgabe vom 06.03.2026, Seite 16 / Sport

Disziplin

Heerenveen. Nach der vorläufigen Sperre für Eisschnellläufer Fridtjof Petzold hat Teamkollege Hendrik Dombek Kritik an der Entscheidung der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft ( DESG) geübt. »Die Athletinnen und Athleten halten die Entscheidung für überzogen und einschüchternd«, sagte der Athletenvertreter der DESG der Süddeutschen Zeitung. Man wünsche sich auch deshalb »eine unabhängige Aufklärung der zahlreichen Vorwürfe«. Während der Olympischen Winterspiele in Italien hatte Petzold von strukturellen Problemen im Verband und schlechter Betreuung gesprochen. Die DESG-Führung um ihren Präsidenten Matthias Große sowie Sportdirektorin Nadine Seidenglanz wies die Anschuldigungen zurück und erteilte ihrem Athleten ein vorläufiges Startverbot. Zudem wurde Petzold der Status als Bundeskaderathlet entzogen. Beide Beschlüsse gelten bis zu einer endgültigen Entscheidung durch den Disziplinarbeirat. Der Verein Athleten Deutschland fordert die sofortige Aufhebung des Startverbots und kritisierte, dass der Disziplinarrat über mögliche Sanktionen für Petzold entscheide. Schließlich seien dort Personen vertreten, »die maßgebliche Mitverantwortung für die von Petzold angesprochenen Probleme tragen«. Aus Solidarität mit Petzold hat Eisschnellläufer Felix Maly seine Teilnahme an der Mehrkampf-WM in dieser Woche in Heerenveen abgesagt. Dombek steht hingegen in der Startliste für die Wettkämpfe. Über den Verein Athleten Deutschland hatte Dombek mitgeteilt: »Der Verband und seine Mitgliedsorganisationen sollten die gegenwärtige Situation als Chance für eine Veränderung der Kommunikationskultur und des Umgangs miteinander nutzen.« Es brauche ein Zeichen der DESG-Führung, dass eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung erwünscht sei. (dpa/jW)

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