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Aus: Ausgabe vom 28.02.2026, Seite 15 / Geschichte
Chronik

Anno ... 10. Woche

1901, 6. März: In Bremen wirft der Arbeiter Dietrich Weiland ein schweres Eisenstück auf Wilhelm II. Der Anschlag auf den deutschen Kaiser misslingt, er wird lediglich unter dem rechten Auge getroffen und leicht verletzt. Unklar ist, ob es sich um eine gezielte Tat handelt. Weiland, der während des Vorfalls einen epileptischen Anfall erlitten haben soll, wird in eine Heilanstalt für psychisch Kranke überwiesen.

1936, 7. März: Unter Bruch des Versailler und des Locarno-Vertrags marschiert die Wehrmacht mit 30.000 Soldaten in das entmilitarisierte Rheinland ein. Es werden Garnisonen in Saarbrücken, Aachen und Trier errichtet, die Teil eines geplanten »Westwalls« gegen Frankreich werden sollen.

1946, 7. März: In Berlin wird offiziell die Freie Deutsche Jugend (FDJ) gegründet. Erste Gruppen der antifaschistischen Jugendorganisation waren bereits Ende der 1930er Jahre in Paris und Prag entstanden. Die FDJ wird Mitglied im Weltbund der Demokratischen Jugend und entwickelt sich in der DDR zu einer Massenorganisation. In der BRD wird sie 1954 verboten.

1951, 6. März: In New York wird der Strafprozess gegen Ethel und Julius Rosenberg eröffnet. Man wirft ihnen Rüstungsspionage für die Sowjetunion vor. Trotz großer internationaler Proteste, unter anderem von Albert Einstein und Papst Pius XII., wird das Ehepaar am 5. April zum Tode verurteilt und am 19. Juni 1953 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. 2008 wird ein aufgezeichnetes Gespräch des damaligen US-Vizepräsidenten Richard Nixon veröffentlicht, worin er gesteht, dass in dem Prozess Belastungsmaterial manipuliert wurde.

1951, 12. März: In mehreren katalanischen Städten kommt es erstmals seit dem Ende des spanischen Bürgerkriegs zu Unruhen. Mehr als 300.000 Arbeiter treten in den Ausstand, in Barcelona kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Das Franco-Regime schickt nicht nur Polizeitruppen, sondern auch ein Geschwader der Mittelmeerflotte zur Verstärkung. Annähernd 1.000 Personen werden verhaftet.

1991, 3. März: In Los Angeles wird der Afroamerikaner Rodney King bei einer Festnahme wegen Geschwindigkeitsüberschreitung und Alkohol am Steuer von der Polizei brutal zusammengeschlagen. Dank Videoaufnahmen von Anwohnern werden die vier Polizisten vor Gericht gestellt. Ihr Freispruch ein Jahr später ist Auslöser der »Los-Angeles-Unruhen«. Die Protestbewegung wird von Präsident George W. Bush per Militäreinsatz niedergeschlagen.

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