Speichern auf Glas
Schon lange wird an neuen Datenträgern geforscht, die in der Lage sind, Daten über sehr lange Zeiträume zu speichern. Schließlich gehören Magnetbänder und Festplatten schon heute zum alten Eisen. Ein sehr aussichtsreicher Kandidat ist die synthetische DNA. Allerdings ist das Verfahren recht teuer, und auch hier stellt sich die Frage, wo die DNA aufbewahrt werden soll. Geforscht wird seit geraumer Zeit an der Möglichkeit, DNA in kleine Glaskügelchen einzuschließen. Eine neue Speichermethode unter Zuhilfenahme von Glas hat nun ein Forschungsteam von Microsoft Research in der Zeitschrift Nature vorgestellt. Auf einer Glasplatte werden mittels eines Femtosekundenlasers dreidimensionale Pixel, sogenannte Voxel, graviert. Das sind winzige Punkte im Glas, die durch ihre Position und Ausrichtung jeweils ein Bit an Daten speichern können. Die Voxel liegen so dicht beieinander, dass 301 Schichten in einem zwei Millimeter dünnen Glasplättchen Platz finden. Auf einer 1,2 Quadratzentimeter großen Fläche lassen sich so 4,8 Terabyte Daten speichern – soviel wie etwa zwei Millionen gedruckte Bücher. Da Glas im Gegensatz zu anderen Speichermedien unempfindlich gegenüber Feuchte und Chemikalien ist, sollen sich die Daten auch noch nach 10.000 Jahren auslesen lassen. (jW)
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