Kanadischer Bergbaukonzern stellt Arbeit in Kuba ein
Toronto/Havanna. Das kanadische Bergbauunternehmen Sherritt stellt wegen der im Zuge des US-Wirtschaftskriegs gegen Kuba verhängten Treibstoffblockade seine Arbeit auf der Insel vorerst ein. Wie das in Toronto ansässige Unternehmen am Dienstag mitteilte, werden die »Bergbauaktivitäten« in der gemeinsam mit der kubanischen Regierung betriebenen Nickel- und Kobaltmine in der Industriestadt Moa »vorübergehend« gestoppt. Das Projekt ist eine wichtige Einnahmequelle für die Regierung in Havanna. »Die Gesellschaft hat die Mitteilung erhalten, dass die geplanten Treibstofflieferungen für Moa nicht erfüllt werden und der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Lieferungen derzeit unbekannt ist«, erklärte das Unternehmen den Schritt. Die Mine produziert jedes Jahr zehntausende Tonnen Kobalt und Nickel, die unter anderem bei der Herstellung von Batterien verwendet werden.
Die Wirtschaftskrise in Kuba hat sich durch die US-Blockade von Öllieferungen deutlich verschärft. Die USA hatten nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen lassen. (AFP/jW)
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