Deutsche-Bank-Chef für gemeinsame europäische Schulden für Aufrüstung
Berlin. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat sich für gemeinsame europäische Schulden für Rüstung ausgesprochen. »Eine gemeinsame europäische Finanzierung von Verteidigungsausgaben würde zeigen, dass Europa das Thema Sicherheit wirklich ernst nimmt und sich einig ist«, sagte Sewing der Zeitung Welt am Sonntag laut Vorabmeldung von Freitag. »Internationale Investoren würden das begrüßen, davon bin ich überzeugt«, so Sewing.
Er sagte weiter, dass eine gemeinsame Verschuldung nur in »gut begründeten Ausnahmefällen« infrage komme. Die Stärkung der »Verteidigung« sei eine solche Ausnahme. »Sie wird uns in den nächsten Jahren sehr viel Geld kosten. Ich bin der Überzeugung, dass selbst das vergleichsweise wohlhabende Deutschland das allein nicht schaffen wird«, so der Bankchef. Entscheidend sei immer, dass die Geldgeber verstünden, warum und wofür die zusätzlichen Schulden aufgenommen würden. »Am Kapitalmarkt hat uns das gemeinsame Corona-Schuldenprogramm nicht geschadet. Die Kosten schossen nicht in die Höhe«, sagte Sewing. Die EU-Kommission wurde in der Pandemie ermächtigt, bis zu 750 Milliarden Euro an Schulden aufzunehmen und in Form von Zuschüssen und Krediten an die Mitgliedstaaten weiterzugeben. (AFP/jW)
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