Nachschlag: Er fliegt
Am Ende kam alles wie erwartet. Oder auch nicht. Irgendwie scheint dieser Johannes Høsflot Klæbo noch unschlagbarer zu sein, als ohnehin schon. Unschlagbar kann man nicht steigern, Klæbo kann es. Nachdem er am Sonntag im Skiathlon Gold geholt hatte (eine Kombinationsdisziplin aus klassischem Stil und Skating), gewann er am Dienstag den klassischen Sprint. Am selben Anstieg, den er sonntags im Skating hinaufgeflogen war, als wiege der Mann nichts, deklassierte er am Dienstag die Konkurrenz mit klassischem Schritt. Fünfmal Weltcupgesamtsieger, 107 Siege bei Weltcuprennen, 15facher Weltmeister – Schwächen scheint Klæbo nicht zu haben: Ausdauer, Schnellkraft, hohe Schrittfrequenz, sicher in beiden Stilen, Balance, exzellente Technik beim Abfahren, taktisches Gespür. Es war sein siebentes olympisches Gold. In der Liste der besten Winterolympioniken rückt er damit auf Rang vier. Vor ihm, mit jeweils acht, sämtlich Landsleute, die drei Bjørs: Bjørgen, Bjørndalen, Bjørn (Dæhlie). Aber nicht mehr lange. (fb)
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