Juggernaut des Tages: Rosatom
Von Marc Bebenroth
Während die braven Soldaten des Kiewer Freiheitsregimes an der Ostfront der bitteren Winterkälte trotzen und ganz Europa gegen die »weiß-blau-rote« Gefahr verteidigen, steht der russische Bär bereits mit einer Pranke in der EU. Am Donnerstag hat die erste Ladung russischen Zements im ungarischen Paks EU-Boden versiegelt. Dort wird damit das Fundament des neuen Atomkraftwerks Paks-2 gegossen, das später mit Kernreaktoren vom Typ WWER-1200 Generation III plus betrieben werden soll, wie die Kremlpresse (TASS) am Donnerstag verlautbarte. Der Chef des Staatskonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, sprach von einem »historischen Tag für die Nuklearenergie weltweit«.
Der Betonkoloss werde insgesamt Aufträge für russische Unternehmen im Wert von umgerechnet mehr als 33 Billionen Euro mit sich bringen, brüstete sich Lichatschow gegenüber Reportern. »Es handelt sich um Hightechprodukte, die die Kompetenzen unserer privaten und staatlichen Unternehmen verbessern.« Das Gießen des Zements werde bis zum Jahresende andauern. Laut TASS müssen für die neue Einheit 5 des Kraftwerks nahezu 9.000 Tonnen Betonstahl und 43.000 Kubikmeter Beton verbaut werden. Von wegen klimafreundlicher Strom!
Vollste Unterstützung erhält der russische Juggernaut von der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) mit dem Argentinier Rafel Grossi an der Spitze. Grossi habe sich als Partner erwiesen, »der die Interessen Russlands versteht«, wurde Lichatschow zitiert. Die IAEA und Grossi hätten Paks-2 »zu einer der obersten Prioritäten der Organisation erklärt«. Derweil setzt die abtrünnige ungarische Regierung von Viktor Orbán nicht nur auf Putins Atomstrom, sondern kauft auch in Trump-Land Nukleartechnologien ein, wie Ungarn heute am Montag unter Verweis auf Vizeminister Levente Magyar berichtete.
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