Sozialverband Deutschland: »Bildungsgerechtigkeit darf kein Wahlversprechen bleiben«
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) mahnt zum »Tag der Bildung« am 24. Januar mehr soziale Gerechtigkeit bei den Bildungschancen an:
Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung (…) macht der SoVD auf die zentrale Bedeutung guter Bildung aufmerksam, denn sie entscheidet maßgeblich über gesellschaftliche Teilhabe, berufliche Perspektiven und die Möglichkeit, Armut dauerhaft zu vermeiden. »Wir fordern deshalb entschlossenes politisches Handeln für mehr Bildungsgerechtigkeit – von der Schule über die Ausbildung bis hin zur Fort- und Weiterbildung im Erwachsenenalter im Rahmen des lebenslangen Lernens«, betont Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD. »Noch immer hängt der Bildungserfolg in Deutschland viel zu stark vom sozialen Status der Eltern ab. Das dürfen wir nicht länger hinnehmen.« Gerade im Schulbereich zeigt sich, wie ungleich die Startbedingungen sind.
Viele Kinder wachsen in Armut auf und haben dadurch schlechtere Bildungs- und Entwicklungschancen. Fehlende finanzielle Mittel erschweren den Zugang zu Lernmaterial, Nachhilfe oder digitalen Endgeräten. »Bildungsgerechtigkeit darf kein Wahlversprechen bleiben. Wir brauchen kostenfreie Lehr- und Lernmittel, barrierefreie und inklusive Schulen sowie eine verlässliche schulische Unterstützung für alle Kinder – unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern«, fordert Engelmeier.
Auch der Übergang von der Schule in die Ausbildung ist für viele junge Menschen mit erheblichen Hürden verbunden. Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen haben schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz und brechen ihre Ausbildung häufiger ab. Der SoVD spricht sich daher für eine stärkere individuelle Förderung, eine bessere Berufsorientierung sowie existenzsichernde Ausbildungsvergütungen aus. (…)
Der Umweltverband »Grüne Liga« äußert sich zur geplanten Verkleinerung des brandenburgischen Tagebaus Welzow-Süd durch den Kohlekonzern LEAG:
(…) »Die Unwirtschaftlichkeit des ›Restfeldes‹ in Welzow war seit Jahren offensichtlich, die LEAG hat hier die betroffenen Anwohner über Jahre hingehalten und die nötige Änderung des Braunkohlenplans bewusst verzögert«, sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg. »Bei den Abbaugrenzen der Tagebaue Welzow-Süd und Reichwalde hat sich die LEAG nun offensichtlich von ihrem sogenannten Revierkonzept aus dem Jahr 2021 verabschiedet. Absurderweise verkleinert sie damit zuerst genehmigte Tagebaue, während sie im Tagebau Nochten private Waldeigentümer enteignen ließ und mit dem Teilfeld Mühlrose sogar ein zusätzliches Abbaufeld beantragt. Das Umdenken muss beim Tagebau Nochten weitergehen, um Klima- und Tagebaufolgeschäden in Grenzen zu halten.«
Die »Grüne Liga« hat bereits im August 2025 in ihrer Stellungnahme zum »Teilfeld Mühlrose« im Detail vorgerechnet: »Bereits bei moderaten Änderungen gegenüber der LEAG-Einsatzplanung und unter Beachtung der verschiedenen Kohlequalitäten ist weder ein Abbau des Teilfeldes Mühlrose noch des siedlungsnahen ›Restfeldes‹ im Tagebau Welzow-Süd und auch keine Verlegung der Lausitzbahn für den Tagebau Reichwalde energiepolitisch notwendig.« (…)
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