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Pflegekraft: Verdacht auf Mordversuch

Frankfurt am Main. Wegen des Verdachts des dreifachen versuchten Mordes ist eine Pflegekraft festgenommen worden. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft vom Dienstag war die 53jährige Beschuldigte in einer Seniorenresidenz im Main-Taunus-Kreis beschäftigt, wo sie sich um Wachkomapatienten gekümmert hat. Der Deutschen wird vorgeworfen, in mindestens zwei Nachtdiensten im Februar 2025 an drei Patienten die Pulsoximeter entfernt zu haben, »um während ihrer Nachtschicht nicht durch optische oder akustische Alarmsignale gestört und zu pflegerischen Handlungen veranlasst zu werden«. Dabei soll die Frau jeweils den Tod der Patienten »zumindest billigend in Kauf genommen haben«. Zudem soll ihr auch bewusst gewesen sein, dass sich der Zustand der Patienten unmittelbar lebensbedrohlich verändern könnte. Mit dem Pulsoximeter werden Puls und Sauerstoffsättigung des peripheren Blutes registriert und kontrolliert.

Erst im November wurde ein Krankenpfleger einer Klinik in Würselen wegen zehnfachen Mordes und 27fachen Mordversuchs zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte Patienten auf der Palliativstation sedierende Medikamente in Kombination mit Schmerzmitteln verabreicht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2026, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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