Zwei griechische Öltanker im Schwarzen Meer von Drohnen getroffen
Athen. Im Schwarzen Meer sind am Dienstag zwei griechische Öltanker von Drohnen getroffen worden. Die beiden Tanker, die unter maltesischer Flagge fahrende »Matilda« und die unter liberianischer Flagge fahrende »Delta Harmony«, hätten keine größeren Schäden davongetragen, sagte ein Vertreter des griechischen Marineministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Eines der Schiffe sollte an der russischen Küste kasachisches Öl verladen. Weder die griechischen noch die kasachischen Behörden machten Angaben dazu, wer hinter dem Angriff steckt. Auch die Ukraine, die zuletzt mehrfach zivile Handelsschiffe im Schwarzen Meer attackiert hatte, äußerte sich zunächst nicht.
Der Tanker »Matilda« war auf dem Weg zu einem Erdöl-Terminal des internationalen Caspian Pipeline Consortium (CPC) in der Nähe des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk, als er angegriffen wurde, wie das staatliche kasachische Energieunternehmen Kazmunaygas mitteilte. »Nach vorläufigen Einschätzungen ist das Schiff weiterhin seetüchtig, und es gibt keine Anzeichen für schwerwiegende strukturelle Schäden«, fügte die Firma hinzu. Nach Angaben von Kasachstans Energieministerium hatte der Tanker zum Zeitpunkt des Angriffs keine Ladung an Bord.
Die Ukraine hat das Terminal des Betreibers CPC immer wieder angegriffen. Im November wurde bei einem Angriff mit Marinedrohnen eine der drei Anlegestellen beschädigt. Die Angriffe haben in Kasachstan für Verärgerung gesorgt. In Noworossijsk endet die sogenannte kaspische Pipeline, durch die Erdöl aus Kasachstan an die russische Schwarzmeerküste transportiert wird. Durch sie fließt rund 80 Prozent des exportierten kasachischen Erdöls. Im Krieg gegen die Ukraine hat sich die kasachische Regierung neutral verhalten, hat aber mehrfach dazu aufgerufen, die ukrainische Souveränität zu achten. (AFP/jW)
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