Irans Behörden lockern Internetblockade
Teheran. Die Behörden im Iran wollen die vor zehn Tagen wegen der Proteste im Land verhängte Internetblockade offenbar schrittweise lockern. Das kündigten sie nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag an. Derweil hatte Irans oberster Führer Ali Khomeini den US-Präsidenten Donald Trump am Vortag für die Demonstrationen in seinem Land verantwortlich gemacht, die seit vergangenem Montag wieder abgeflacht sind. Vor seinen Anhängern in Teheran sagte er, Trump habe persönlich in die Unruhen eingegriffen und die »Aufständischen« ermutigt, weiterzumachen. Der Iran betrachte den Präsidenten der Vereinigten Staaten als »Verbrecher«, sowohl »wegen der Opfer als auch wegen der entstandenen Schäden und wegen der Verleumdung, die dem iranischen Volk zugefügt wurde«, sagte Khomeini laut der iranischen Rundfunkagentur Iribnews. Washington müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden. In Reaktion darauf sprach sich der US-Präsident für einen Regierungswechsel in Teheran aus. »Es ist Zeit, nach einer neuen Führung im Iran zu suchen«, sagte Trump dem Nachrichtenportal Politico gleichentags. (AFP/dpa/jW)
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