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Aus: Ausgabe vom 14.01.2026, Seite 8 / Kapital & Arbeit

China kritisiert US-Zoll-Drohung gegen Iran

Beijing. Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle gegen Handelspartner des Iran stoßen bei China auf Kritik. Es sei die Überzeugung der chinesischen Führung, »dass es keine Gewinner bei einem Zollkrieg gibt«, antwortete die Sprecherin des Außenministeriums in Beijing, Mao Ning, am Dienstag auf eine Frage nach den neuen US-Zöllen. China werde »seine legitimen Rechte und Interessen entschlossen schützen«. Trump hatte am Montag in seinem Onlinedienst »Truth Social« verkündet, dass für Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, ab sofort ein Zollsatz von 25 Prozent gelte. Die wichtigsten Handelspartner des Iran sind laut der Datenbank Trading Economics China, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak. Die Volksrepublik bezieht vom Iran insbesondere Öl.

Die Ölpreise haben entsprechend weiter zugelegt. Zeitweise notierten sie so hoch wie im November. Am Morgen nach Trumps Zollankündigung wurden für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 64,26 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 39 US-Cent. Damit verteuerte sich das Fass seit Mitte vergangener Woche um mehr als vier Dollar oder sieben Prozent. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar stieg um 36 Cent auf 59,86 Dollar.

Weitere Sanktionen gegen den Iran hat auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt. In »enger Zusammenarbeit« mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas würden »schnell weitere Sanktionen gegen die Verantwortlichen« für die Repressionen im Iran vorgeschlagen, erklärte von der Leyen am Dienstag im Onlinedienst X. (AFP/dpa/jW)

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