Giro- und Vuelta-Sieger Simon Yates beendet Karriere
Berlin. Nach dem ersten Platz bei der Giro d’Italia und der Vuelta-Rundfahrt ist Schluss: Der britische Radsportler Simon Yates beendet seine Karriere. Das gab der 33jährige in einem offenen Brief am Mittwoch bei Instagram bekannt. »Ich habe mich entschieden, mich aus dem Profiradsport zurückzuziehen«, schrieb Yates. Die Entscheidung habe er nicht leichtfertig getroffen. »Jetzt scheint mir der richtige Zeitpunkt gekommen zu sein«, schrieb Yates.
Der Brite gewann 2018 die spanische Vuelta, im vergangenen Jahr dann für Mannschaft Visma-»Lease a Bike« auch den Giro d’Italia. Außerdem sammelte er drei Etappensiege bei der Tour de France, wo der Zwillingsbruder von Radprofi Adam Yates 2017 auch das weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer gewann. 2013 war er auf der Bahn zudem Weltmeister im Punktefahren geworden.
Bereits 2018 war er beim Giro d’Italia als souverän Führender in die drittletzte Etappe gegangen. Am Colle delle Finestre brach Yates nach einem Antritt seines Kontrahenten Chris Froome 80 Kilometer vor dem Ziel komplett ein und verlor fast 40 Minuten. Im vergangenen Jahr stand der berüchtigte Gebirgspass wieder im Giro-Programm. Yates ging mit 1:21 Minuten Rückstand aufs Spitzenduo in die Etappe – und besiegte dann ausgerechnet auf der Etappe sein Trauma. Er riss mit einer Attacke eine Lücke zu den zu sehr taktierenden Isaac del Toro und Richard Carapaz und stürmte den Schlussanstieg hinauf, sein Vorsprung brachte ihm das Rosa Trikot. »Ich bin wohl am Höhepunkt meiner Karriere, das wird nichts mehr toppen können«, sagte Yates danach. Im Schlusswort seines Briefs verabschiedet er sich »mit großem Stolz – und einem Gefühl des Friedens«.
»Es ist schade, dass er jetzt aufhört, aber er tut dies auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere«, sekundierte Visma-Sportdirektor Grischa Niermann am Mittwoch. »Simon war ein außergewöhnlicher Bergfahrer und Gesamtklassementfahrer, der immer dann zur Stelle war, wenn es darauf ankam«,so Niermann. (dpa/jW)
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