Nachschlag: Reporter mit Grenzen
Vorige Woche veröffentlichte die Organisation »Reporter ohne Grenzen« (ROG) ihren Jahresbericht. Ergebnis: Die israelische Armee sei der »schlimmste Feind von Journalisten« – sie tötete knapp die Hälfte der dokumentierten 67 Medienschaffenden, die ihre Arbeit 2025 mit dem Leben bezahlt haben. Davon kann auch Mohammed Abed berichten. Der AFP-Fotograf versuchte mit seinen Kollegen der französischen Nachrichtenagentur mehr als 200 Tage lang den Genozid in Gaza zu dokumentieren und der Welt zu zeigen. Die wollte aber gar nicht zuschauen. Unter anderem von dieser Enttäuschung berichtete Abed am 7. Dezember bei einer von ROG mitorganisierten Vorstellung der Arte-Dokumentation »Inside Gaza« in einem Berliner Kino. Dank Hélène Lam Trong sind nun unveröffentlichte Aufnahmen zu sehen und die Zuschauenden können miterleben, wie gezielt angegriffene Berichterstatter um ihr Leben und das ihrer Familien bangen. Ein weiterer Grund für den Einsatz internationaler Presse, den Israel nach wie vor verweigert. (si)
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