Nachschlag: Irre explodieren nicht
Wann kriegt man schon zwei Filme in einem? Wäre das ein reiner Robert Rodriguez, wärs nicht so doll. Doch Roberts Freund Quentin the Tarantino hatte die Griffel am Drehbuch. So ist die Story gespalten in ein Rodriguez-Sujet (Vampirnacht hinterm Checkpoint) und ein Tarantino-Sujet (Roadmovie mit Toten), dialogisch trägt sie durchweg Tarantinos Handschrift. Die Brüder Gecko kidnappen auf der Flucht einen Prediger mit Familie – »Okay, Herumtreiber, treiben wir uns herum« – und setzen sich mit Vater, Sohn und Tochter nach Mexiko ab. »Ich hab’ gesagt: Macht, was ich sage. Nicht: Macht, was ich mache.« Gangster Carlos gibt den Brüdern den Treffpunkt durch: das Titty Twister. Dummerweise eine von Vampiren betriebene Absteige, wo jede Nacht die Gäste auf der Speisekarte stehen. Doch an diesem Abend sind die Ahnungslosen etwas wehrhafter, nicht gut für die Blutsauger. Carlos trifft mit dem Dawn ein: »Waren das etwa Irre?« »Nein, Irre explodieren nicht, wenn das Sonnenlicht auf sie trifft.« (fb)
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