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Greenpeace wirft Ikea Ausbeutung von Wäldern in Rumänien vor

Foto: Greenpeace CEE/dpa
Wo einst ein wunderschöner Wald...(Karpaten, 4.4.2024)

Bukarest/Stockholm. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft dem schwedischen Möbelhaus Ikea erneut vor, die Wälder in den rumänischen Karpaten zu gefährden. In einem neuen Report bemängelte Greenpeace, dass Ikea Holz aus Waldstücken beziehe, die einen hohen Wert für die Biodiversität hätten, darunter auch sehr alte Baumbestände. Rumänische Gesetze verletze der schwedische Konzern dabei zwar nicht, missachte jedoch die Ziele der Waldschutzpolitik der EU. Ikea wies die Vorwürfe zurück.

Der schwedische Möbelkonzern teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, dass das in Ikea-Produkten verwendete Holz aus den rumänischen Wäldern den geltenden Gesetzen und Standards entspreche. »Wir meinen, dass die rumänischen Behörden, Vertreter der Industrie, lokalen Gemeinschaften und die Wissenschaft dafür verantwortlich sind zu entscheiden, wie Wälder verwaltet und beschützt werden sollen, statt dies uns als einzelnem Unternehmen oder Greenpeace als einzelner Organisation zu überlassen«, teilte Ikea mit.

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Greenpeace rief Ikea dazu auf, entsprechend seiner selbst erklärten »ethischen und umweltschützerischen Verantwortung« zu agieren und sich nicht darauf zu berufen, dass rumänische Gesetze das Abholzen vieler wertvoller Wälder gestatte. Ikea sei weltweit einer der größten industriellen Verbraucher von Holz und beziehe jährlich etwa 408.000 Kubikmeter dieses Materials aus Urwäldern in Rumänien – weitaus mehr als aus anderen EU-Ländern. Allein im Jahr 2024 habe Rumänien 5.890 Hektar – mehr als 8.200 Fußballplätze – an Wäldern mit hoher Biodiversität verloren – mehr als doppelt so viel wie etwa in Polen oder der Ukraine. (dpa/jW)

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Erschienen am 10.09.2025, Kapital & Arbeit

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