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Morgan Stanley stockt Anteil an Commerzbank auf

Foto: Arne Dedert/dpa
Auch Beschäftigte und die Gewerkschaft Verdi lehnen eine Übernahme durch Unicredit ab: Kundgebung am Rande der Hauptversammlung in Wiesbaden (15.5.2025)

Frankfurt am Main. Die US-Großbank Morgan Stanley hat ihren Anteil an der Commerzbank fast verdoppelt. Morgan Stanley halte nun 5,19 Prozent an Deutschlands zweitgrößter börsennotierter Bank, wie aus einer Pflichtmitteilung der Commerzbank am Donnerstag hervorgeht. Zuvor belief sich der Anteil an Stimmrechten und Finanzderivaten auf 2,89 Prozent. Die Führung der Commerzbank wehrt sich zurzeit gegen eine Übernahme der italienischen Unicredit und setzt nach eigenem Bekunden auf Eigenständigkeit. Die Mailänder Großbank will die Commerzbank mit ihrer Münchener Tochter HypoVereinsbank fusionieren. Von der Europäischen Zentralbank hat Unicredit grünes Licht für eine Commerzbank-Beteiligung in Höhe von 29,9 Prozent erhalten. Auch das Bundeskartellamt winkte den Einstieg durch.

Mit einem Stimmrechtsanteil von 26 Prozent ist die UniCredit inzwischen mit großem Abstand die größte Aktionärin der Commerzbank. Damit hat sie den deutschen Staat, der noch zwölf Prozent hält, deutlich hinter sich gelassen. Die Bundesregierung hatte den Übernahmeversuch wiederholt kritisiert und kürzlich betont, dass sie ihre Beteiligung nicht veräußern werde. (Reuters/jW)

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Erschienen am 05.09.2025, Kapital & Arbeit

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