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Süßwasservorräte der Erde gesunken

Tempe. Einer Studie von Forschern der Arizona State University zufolge sind die Süßwasservorräte auf der Erde seit 2002 deutlich zurückgegangen. Ausgewertet wurden dabei Satellitendaten, die Aufschluss geben über Oberflächenwasser, Bodenfeuchte, Schnee- und Eisbestände, sowie Messungen zum Grundwasser. »Die Kontinente trocknen aus, die Verfügbarkeit von Süßwasser nimmt ab, und der Meeresspiegel steigt immer schneller. Die Folgen einer anhaltenden Übernutzung des Grundwassers könnten die Nahrungsmittel- und Wasserversorgung von Milliarden Menschen weltweit gefährden«, so das Fazit des Hydrologen Jay Famiglietti. Jedes Jahr nehme die Fläche vertrockneter Gebiete in einem Ausmaß zu, das der zweifachen Größe von Kalifornien entspricht. Verantwortlich dafür seien vor allem Dürren in der nördlichen Hemisphäre. Der Studie zufolge vollzog sich in den Jahren 2014 und 2015 eine entscheidende Veränderung: In dieser Zeit, in der auch das Klimaphänomen »El Niño« auftrat, das zur Veränderung von Meeresströmungen und einer Erwärmung der Ozeane führt, beschleunigten sich die Klimaextreme. In der Folge schmolzen Gletscher schneller, und die Entnahme von Grundwasser stieg stark an. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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