Zum Inhalt der Seite

GEW kritsiert Debatte um Migrationsquoten

Frankfurt am Main. Die GEW-Vorsitzende kritisiert die aktuelle Debatte um Migrationsquoten für Schulen. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) wurde in einem Videointerview mit Welt »zu einem dänischen Modell einer Migrationsquote (befragt), das in dieser Form nicht existiert«, erklärte Maike Finnern am Dienstag. In Dänemark gebe es keine gesetzlich verankerte Obergrenze für Kinder mit Migrationshintergrund an Schulen. Es handele sich lediglich um eine politische Zielmarke der regierenden Sozialdemokraten, deren Umsetzung auch in Dänemark strittig sei. »Eine Maximalquote an Schulen würde suggerieren, dass Kinder mit Migrationshintergrund für Probleme verantwortlich sind. Das wäre nicht nur diskriminierend, sondern auch pädagogisch falsch. Vielfalt ist eine Chance – mit den richtigen Rahmenbedingungen. Internationale Beispiele zeigen das deutlich«, so Finnern. In Kanada etwa funktioniere Bildung »trotz oder gerade wegen hoher Migrationsanteile – aber eben mit deutlich besserer Ausstattung und mehr Personal«. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2025, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!