-
28.05.2025
- → Antifaschismus
Exchefredakteur von Aula vor Gericht
Graz. Der ehemalige Chefredakteur des Monatsmagazins Aula muss sich in Österreich wegen mutmaßlicher Wiederbetätigung vor Gericht verantworten. Das Verbotsgesetz von 1974 stellt jede Betätigung im Sinne des sogenannten Nationalsozialismus unter Strafe. Im September soll der Prozess gegen den Grazer Ex-FPÖ-Politiker Martin Pfeiffer in Graz beginnen, wie die Wiener Tageszeitung Der Standard am Donnerstag online berichtete. Medieninhaber der Aula war demnach die FPÖ-nahe »Arbeitsgemeinschaft Freiheitlicher Akademikerverbände Österreichs«, ein Verband von Burschenschaften. Zur Anzeige gebracht hatte die Organisation SOS-Mitmensch den Fall auf Grundlage eines 300 Seiten langen Dossiers über Aula mit Hunderten Artikeln. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!