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Nazipropaganda in Argentinien entdeckt

Buenos Aires. Im Archiv des Obersten Gerichtshofs in Argentinien sind Beschäftigte auf mehrere mit Nazipropaganda gefüllte Kisten gestoßen. Der Fund umfasst Tausende Dokumente, darunter Postkarten, Fotos und Propagandamaterial der Hitlerfaschisten, wie das Gericht des südamerikanischen Landes am Montag mitteilte. Entdeckt wurden die Kisten bei Umzugsarbeiten zur Vorbereitung eines geplanten Museums. Die 83 Pakete waren 1941 von der deutschen Botschaft in Tokio über ein japanisches Schiff nach Argentinien verschickt worden. Zollbeamte stoppten jedoch die Einfuhr. Die Dokumente verschwanden jahrzehntelang unbeachtet im Gerichtskeller. Argentinien war nach dem Zweiten Weltkrieg ein zentraler Zufluchtsort für zahlreiche Faschisten und Nazikollaborateure. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.05.2025, Seite 15, Antifaschismus

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