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Frühe Besiedlung des Regenwalds

Abidjan. Neue Analysen von Ausgrabungen in der Elfenbeinküste haben den Nachweis von rund 150.000 Jahre alten Spuren menschlicher Besiedlung des Regenwalds erbracht. Auf Basis dieser Untersuchungen lässt sich feststellen, dass sich der Homo sapiens bereits wesentlich früher in feucht-tropischen Regenwaldzonen angesiedelt hat als bislang angenommen. Das berichten Forscher um Eslem Ben Arous und Eleanor Scerri vom Max-Planck-Institut (MPI) für Geoanthropologie in Jena im wissenschaftlichen Fachjournal Nature. Lange Zeit hatte der Tropengürtel eher als Hindernis bei der Ausbreitung des frühen Menschen gegolten. So soll der Homo sapiens, dessen Wurzeln in Afrika vor rund 300.000 Jahren verortet werden, zunächst in den trockeneren Gebieten im Süden und Osten des Kontinents gelebt haben. Die bis dato ältesten Nachweise für ein Leben in feuchten Tropengebieten fand man in Asien, also erst nach der Wanderung von Afrika aus. Die Funde auf Sumatra werden auf rund 73.000 Jahre datiert. Die ältesten bislang bekannten Funde im Regenwald von Afrika haben ein Alter von 18.000 Jahren. Dass bereits vor rund 150.000 Jahren in Westafrika Menschen über lange Zeit hinweg lebten und Steinwerkzeuge herstellten, war der Forschung schon länger bekannt. Das MPI-Team konnte indessen nachweisen, dass die Region zu dieser Zeit auch vom Regenwald bewachsen war. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.05.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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