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Hamburg: NSU-Akten vorenthalten

Hamburg. Zu der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Ermordung von Süleyman Taşköprü durch den »Nationalsozialistischen Untergrund« am 27. Juni 2001 in Hamburg werden dem von der »rot-grünen« Regierungskoalition beauftragten Forschungsteam Informationen vorenthalten. Das geht aus einer kleinen Anfrage des Linke-Abgeordneten Deniz Çelik hervor, wie die Fraktion der Partei in der Hamburgischen Bürgerschaft am Dienstag mitteilte. Demnach hätten die Forscher von der Polizei ausschließlich Akten erhalten, die den verschiedenen Untersuchungsausschüssen bereits vorgelegt wurden. Das Landesamt für Verfassungsschutz habe nur vorausgewählte und umfassend geschwärzte Informationen bereitgestellt; Angaben zu etwaigen V-Leuten seien nicht freigegeben worden. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2025, Seite 4, Inland

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