Zum Inhalt der Seite

Rechte Demos in mehreren Städten

Dortmund. In zahlreichen deutschen Städten haben jeweils mehrere hundert Menschen an Kundgebungen des rechten Bündnisses »Gemeinsam für Deutschland« (GfD) teilgenommen. Es fordert unter anderem flächendeckende Grenzkontrollen und ein Ende von Waffenlieferungen an die Ukraine.

Einer der größten Aufzüge fand am Sonnabend laut WDR mit etwa 800 Teilnehmern in Dortmund statt. Die Partei Die Heimat, vormals NPD, verteilte Flugblätter. Die Zahl der Gegendemonstranten schätzte ein Polizeisprecher auf bis zu 500. Als eine Gruppe aus den Reihen der Gegendemonstranten versuchte, Polizeisperren zu durchbrechen, wurden mehrere hundert Menschen zeitweise eingekesselt. Mehrere Stunden nach der Demo wurden in der Nacht zu Sonntag in der Dortmunder Nordstadt drei Rechte angegriffen, woraufhin die Polizei in die linke Szenekneipe »Nordpol« eindrang und die Personalien der Anwesenden aufnahm.

In Weimar versammelten sich laut Polizei rund 1.100 Menschen zu einer Kundgebung des Bündnisses. In Berlin berichtete die Polizei von etwa 300 Teilnehmern, vornehmlich aus der sogenannten rechten Szene, und etwa 500 Gegendemonstranten. Zu Auseinandersetzungen von Gegendemonstranten mit der Polizei kam es neben Dortmund auch in Reutlingen, Hamburg und Nürnberg. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.04.2025, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!