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BRD schuldet Kamerun 38 Milliarden Euro

Leipzig. Um Folgeschäden der deutschen Kolonialherrschaft über Kamerun zu kompensieren, müsste die BRD materielle Entschädigungen im Wert von 38 Milliarden Euro aufbringen. Damals »wurden strukturelle Weichen für ein Wirtschaftssystem gestellt, das bis heute auf Lebensmittelexporte angewiesen ist, was zu einer weiteren Zerstörung der Tropenwälder und einer hohen Klimaanfälligkeit führt«, wie das Konzeptwerk Neue Ökonomie in einer am Montag veröffentlichten Studie darlegte. Bis heute sei Kamerun aufgrund »unzureichender finanzieller Ressourcen« nicht in der Lage, »sich an den Klimawandel anzupassen«. Ferner trage es die »Hauptlast der Klimaschäden«, obwohl es kaum zu den globalen Treibhausgasemissionen beitrage. Die Autoren schlagen einen Schuldenerlass für den globalen Süden und eine Ausweitung des im Rahmen internationaler Klimaverhandlungen geschaffenen »Loss and Damage Fonds« vor. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2025, Seite 5, Inland

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