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14.03.2025
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»M 23« und DR Kongo vor Verhandlungen
Luanda. Angolas Präsidentschaft hat am Mittwoch angekündigt, dass die Demokratische Republik (DR) Kongo und die von Ruanda unterstützten »M 23«-Miliz in der kommenden Woche Friedensverhandlungen beginnen werden. Der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi hatte am Dienstag in Angola Präsident João Lourenço getroffen, um die Verhandlungen in Gang zu bringen. Das war bisher gescheitert, weil Tshisekedi Gespräche mit der »M 23« immer wieder abgelehnt hatte. Die Miliz hatte sich im Februar zu einem »Dialog« bereit erklärt.
Die Miliz »M 23« hatte seit Januar mit Unterstützung ruandischer Soldaten große Gebiete im Osten der DR Kongo eingenommen, darunter die Provinzhauptstädte Goma und Bukavu. Nach kongolesischen Angaben wurden bei den Kämpfen seit Jahresbeginn mehr als 7.000 Menschen getötet. Vergangene Woche meldete das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, dass fast 80.000 Menschen aufgrund des bewaffneten Konflikts aus dem Land geflohen sind.
Nach UN-Angaben unterstützt Ruanda die »M 23«-Miliz mit rund 4.000 Soldaten. Die kongolesische Regierung wirft dem Nachbarland vor, strategische Bodenschätze der östlichen Provinzen Nord- und Südkivu – etwa Koltan, Kobalt, Kupfer und Lithium – ausbeuten zu wollen. Ruandas langjähriger Präsident Paul Kagame bestreitet das und gibt an, im Osten der DR Kongo bewaffnete Gruppen zu bekämpfen, in denen er eine Gefahr für sein Land sieht. (AFP/jW)
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