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Städte am Rande der Seidenstraße entdeckt

St. Louis. Zwei bisher wenig beachtete archäologische Stätten in Usbekistan, 2011 bzw. 2015 freigelegt, haben sich als bedeutende urbane Zentren des Mittelalters entpuppt. Das berichten Archäologen um Michael Frachetti von der Washington University in St. Louis in der Fachzeitschrift Nature. Die beiden Städte, bekannt unter den Namen Taschbulak und Tugunbulak, liegen kaum fünf Kilometer voneinander entfernt auf über 2.000 Meter Höhe. Die Wissenschaftler erstellten anhand von Drohnen hochauflösende Aufnahmen von der Gegend und konnten daraus jeweils einen detaillierten Plan der mit bloßem Auge nicht mehr sichtbaren urbanen Strukturen konstruieren. Dass die beiden Städte in dieser Höhe gedeihen konnten, verdanken sie der Seidenstraße, deren Routen durch das heutige Usbekistan führten. Politisch hätten Tugunbulak und Tacshbulak in das Einflussgebiet des Karachaniden-Reichs gehört, schreibt die Gruppe um Frachetti. Die Karachaniden waren eine türkische Herrscherdynastie, die vom neunten bis zum 13. Jahrhundert große Teile Zentralasiens unter ihrer Kontrolle hatte. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2024, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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