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Russland: US-Diplomatin wegen Kursk einbestellt

Moskau. Wegen Medienberichten aus ukrainisch besetzten Gebieten in der russischen Grenzregion Kursk hat das Außenministerium in Moskau am Dienstag eine ranghohe Vertreterin der US-Botschaft einbestellt. Wie das Ministerium mitteilte, brachte es gegenüber der stellvertretenden Missionschefin der US-Botschaft, Stephanie Holmes, seinen »starken Protest gegen die provokativen Handlungen amerikanischer Reporter« zum Ausdruck, die »illegal in die Region Kursk eingereist« seien. Als Konsequenz seien »notwendige investigative Schritte« geplant, um die Medienvertreter vor Gericht zu bringen, so das russische Außenministerium. Es kritisierte überdies die »Beteiligung« privater Militärfirmen aus den USA und legte damit nahe, dass US-Söldner an dem ukrainischen Militäreinsatz in Kursk beteiligt seien. Dies beweise eindeutig, dass die USA »direkter Konfliktbeteiligter« seien. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2024, Seite 6, Ausland

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