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NGG bestreikt ­Süßwaren­industrie

Berlin. Die Gewerkschaft NGG hat Beschäftigte der Süßwarenindustrie in Berlin zum Warnstreik aufgerufen. Wie die NGG mitteilte, wurden am Dienstag die Standorte von August Storck, Bahlsen, Cargill Lichtenrade und Reinickendorf, Stollwerck, Storck Schokoladen und Wilhelm Reuss im Rahmen der aktuell laufenden Entgelttarifverhandlungen bestreikt. Die Gewerkschaft verhandelt derzeit in neun Tarifgebieten mit dem Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI). Dieser teilte am Dienstag mit, die laufenden Verhandlungen zum bundesweiten Entgeltrahmentarifvertrag (Ertv), der die Eingruppierungen in sechs Tarifgebieten regelt, »bis auf weiteres« auszusetzen. Die NGG hatte hier in der vergangenen Woche zu einer »Warnstreikwelle« aufgerufen, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Die NGG fordert ein Lohnplus von 9,9 Prozent, mindestens aber 360 Euro mehr im Monat über eine Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende sollen 190 Euro mehr erhalten. Die vom BDSI angebotene Lohnerhöhung in zwei Schritten um insgesamt 5,7 Prozent über 28 Monate wies die Gewerkschaft zurück. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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