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Barcelona will Ferienwohnungen abschaffen

Foto: Lorena Sopêna/EUROPA PRESS/dpa
Bürgermeister Jaume Collboni von der sozialdemkratischen Partei Kataloniens, PSC

Barcelona. Im Kampf gegen die Wohnungsnot will Barcelona bis Ende 2028 die Vermietung von Ferienwohnungen beenden. Alle Wohnungen, die derzeit legal an Touristen für einen kurzfristigen Aufenthalt vermietet würden, würden dann von Bewohnern der Stadt benutzt werden können, erklärte Bürgermeister Jaume Collboni am Freitag vor Journalisten. »In Barcelona wird es ab 2029 keine Ferienwohnungen mehr geben, wie wir sie heute kennen. Und das wird es uns ermöglichen, 10.000 Unterkünfte auf den Miet- oder Verkaufsmarkt zu bringen.« Die Mieten seien in den vergangenen zehn Jahren um fast 70 Prozent gestiegen, die Wohnungskaufpreise um etwa 40 Prozenten, erklärte Collboni. Die Stadtverwaltung sehe sich deshalb gezwungen, per Dekret drastische Maßnahmen zu ergreifen, um den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu gewährleisten. Man werde keine der noch bestehenden Lizenzen nach Ablauf erneuern. (dpa/jW)

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Erschienen am 22.06.2024, Ausland

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