Zum Inhalt der Seite

NATO-Außenminister bei Protesten in Georgien

Tbilissi. In der georgischen Hauptstadt Tbilissi haben sich am Mittwoch abend erneut rund 30.000 Demonstranten vor dem georgischen Parlament versammelt. Sie protestierten gegen ein am Dienstag vom Parlament beschlossenes Gesetz, das Nichtregierungsorganisationen und Medien verpflichtet, sich offiziell als »ausländische Agenten« registrieren lassen, wenn 20 Prozent oder mehr ihrer Mittel ausländischen Ursprungs sind. Wie AFP am Donnerstag berichtete, mischten sich auch ausländische Politiker ein: Die Außenminister von Estland, Island und Litauen schlossen sich demnach dem Protest an, um ihre Solidarität zu bekunden. Am Montag war auch der SPD-Außenpolitiker Michael Roth gemeinsam mit Kollegen aus Litauen, Polen, Tschechien und Finnland vor Ort. Die EU positioniert sich trotz eigener ähnlicher Regelungen gegen das georgische Gesetz. (AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 17.05.2024, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→ Leserbriefe
  • Onlineabonnent*in Joachim S. aus B. 16. Mai 2024 um 19:57 Uhr
    Das ist gelebte Selbstbestimmung nach NATO-Art: WIR bestimmen selbst, was ihr machen dürft!
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!