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Pflege: Nachwuchs kann Bedarf nicht decken

Hamburg. Die ohnehin dünne Personaldecke in der Pflege schwindet. In etwa fünf Jahren werden mit Bremen und Bayern die ersten Bundesländer einen »Kipppunkt« erreichen, an dem deutlich mehr Pflegende in den Ruhestand gehen, als Nachwuchskräfte in den Beruf einsteigen, wie aus dem am Dienstag in Hamburg veröffentlichten »DAK-Pflegereport 2024« hervorgeht.

Demnach muss in den kommenden zehn Jahren flächendeckend mindestens jede fünfte Pflegepersonalstelle neu besetzt werden. Von den mehr als 1,1 Millionen professionellen Pflegekräften in Deutschland werden mehr als 249.500 in den kommenden zehn Jahren das Renteneintrittsalter erreichen – das sind 21,9 Prozent. Der Bedarf variiert von Bundesland zu Bundesland zwischen 19,7 Prozent in Sachsen und 26,5 Prozent in Bremen.

Der tatsächliche Pflegekräftebedarf dürfte dem diesjährigen DAK-Report zufolge angesichts einer ständig wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen noch weitaus größer sein. Die Zahl der Pflegebedürftigen werde von 5,2 Millionen im Jahr 2022 auf 7,5 Millionen im Jahr 2050 steigen. Hinzu komme eine starke gesundheitliche Belastung des Pflegepersonals mit einer hohen Zahl an Fehltagen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.04.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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