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Gaza: Foltervorwürfe an Israel

Tel Aviv. Die Gesundheitsbehörde in Gaza hat Israel vorgeworfen, einen Krankenhausdirektor mit Gewalt zu einer Denunziation der in dem Küstenstreifen regierenden Hamas gezwungen zu haben. Der Leiter des Kamal-Adwan-Krankenhauses in Dschabalija im Norden Gazas, Ahmed Kahalot, sei von israelischen Einsatzkräften eingeschüchtert und durch »Schläge und Folter« dazu gebracht worden, die »Darstellung der Besatzung«, d. h. Israels, wiederzugeben, heißt es in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde vom Mittwoch. Die israelische Armee hatte am Dienstag ein Video veröffentlicht, in dem ein als Krankenhausdirektor bezeichneter Mann eine Nutzung seines Spitals im Gazastreifen durch die Hamas behauptet. Israel hat der Hamas wiederholt vorgeworfen, Krankenhäuser als Basis für Terroraktivitäten zu missbrauchen, ohne jedoch stichhaltige Beweise dafür zu liefern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.12.2023, Seite 7, Ausland

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