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Niger: Kooperationen mit EU aufgekündigt

Niamey. Der westafrikanische Staat Niger hat der Europäischen Union die Zusammenarbeit für zwei Kooperationen aufgekündigt. Die EU bedauere die Entscheidung und werde daraus »die notwendigen operativen Konsequenzen ziehen«, so der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Dienstag in einer Mitteilung. Betroffen seien die zivile Aufbaumission »EU-Cap Sahel Niger« sowie die militärische Kooperationsmission »EUMPM«. Beide sind Teil einer »Sicherheitspartnerschaft«, die Geflüchtete auf ihrem Weg nach Europa behindern und den Kampf gegen »Terrorismus« in der Sahelzone unterstützen sollen. EU-Mitgliedstaaten hatten dafür rund 130 Polizisten zur Verfügung gestellt, die unter anderem nigrisches Personal trainieren sollten. Für den Zeitraum von 2021 bis 2024 waren über ein Mehrjahresprogramm EU-Zahlungen in Höhe von mindestens 503 Millionen Euro vorgesehen. Das nigrische Außenministerium hatte den Entschluss der Militärregierung am Montag ohne Begründung verkündet. Während eines Besuchs des russischen Vizeverteidigungsministers Junus-Bek Jewkurow hat Niger ein Verteidigungs- und Kooperationsabkommen unterzeichnet. Details über dieses Abkommen wurden nicht bekanntgegeben. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2023, Seite 6, Ausland

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