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Aus: Ausgabe vom 19.07.2004, Seite 8 / Aktion

Trotz Sozialhilfe geschaltet

vernetzen 2.0: Abonnenten

»Ich bin Arbeitsloser aus Dresden. Nachdem ›Hartz IV‹ nun Wirklichkeit geworden ist und ab Januar 2005 angewandt werden soll, mache ich mir große Sorgen, wie nun weiter? Offensichtlich geht es mir damit nicht alleine so. Viele wollen etwas gegen die zukünftige Verarmung und Diskriminierung unternehmen, nur weiß keiner wie und was genau getan werden kann.«

Der Absender dieses Hilferufs ist selbst nicht Abonnent unserer Zeitung. Da er Arbeitslosenhilfe bezieht, ist das nachvollziehbar. Auch Barbara und Hans-Jürgen W. aus Dresden sind erwerbslos. Sie können sich ebenfalls kein jW-Abo leisten, haben aber trotzdem eins. Gabriele P. finanziert es ihnen in familiärer Solidarität. Familie W. liest die Zeitung nicht nur. Ist sie ausgelesen, geht Hans-Jürgen los und verschenkt sie. Mitunter setzt er sich damit verbalen und auch tätlichen Angriffen aus. »Er versucht das wegzustecken«, erzählt uns seine Frau. Die einzige Zeitung, die ›Hartz IV‹ von Beginn an kritisch und mit wichtigen Argumenten begegnete«, sei die junge Welt. Viele, die es zu DDR-Zeiten nicht wahrhaben wollten, seien heute völlig von der Rolle, daß der Kapitalismus so etwas mit ihnen macht. Siegfried W. ist einer der von Hans-Jürgen Beschenkten. Er schrieb uns: »Als Sozialhilfeempfänger muß man sich überlegen, wofür man die paar Groschen ausgibt, weshalb ich sehr lange gezögert habe, eure wirklich wertvolle Zeitung das erste Mal zu erwerben. Er (Hans-Jürgen) ließ mich aber nicht in Ruhe. Wir werden ab Juli ein Abo schalten, aber leider erst ein soziales, denn so dicke haben wir es nicht ...«

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