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Das Vermögen der Armen ist ihre Rente

Berlin. Die Rente macht einer Studie zufolge den Großteil des Vermögens der ärmeren Bevölkerungshälfte in Deutschland aus. Von Rentenkürzungen wäre diese Gruppe also »überproportional betroffen«, wie die am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin zeigt. In ihre Studie zur Vermögensungleichheit ließen die DIW-Forscherinnen und -Forscher erstmals auch Ansprüche zur Altersvorsorge mit einfließen. Dementsprechend stieg der Anteil der ärmeren Bevölkerungshälfte von zwei Prozent des Haushaltsvermögens in Deutschland auf rund neun Prozent. Die Topvermögenden hielten dann nicht mehr einen Anteil von 30 Prozent, sondern von etwa 20 Prozent, wenn das Rentenvermögen berücksichtigt wird.

Bei ärmeren Menschen spiele das Rentenvermögen deshalb eine größere Rolle, weil diese Gruppe »kaum nennenswertes Nettovermögen« hat, hieß es vom DIW. In der oberen Hälfte »haben wir Immobilien, zusätzliche private Rentenversicherungen oder Selbständige, die komplett privat abgesichert sind«, so Studienautor Timm Bönke. Diese Werte flossen früher bereits in die Berechnungen ein. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.11.2023, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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