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Vogelgrippe H5N1 erreicht Antarktis

Cambridge. Der hochpathogene Stamm des Vogelgrippevirus H5N1 hat die Antarktis erreicht. Im Verlauf des Jahres 2022 hatte sich der in Europa und Nordamerika ausgebreitet, griff auf Südafrika und Südamerika über, von wo er durch ziehende Seevögel den Sprung in die Antarktis schaffte. Forscher des British Antarctic Survey (Cambridge, Großbritannien) wiesen das Pathogen bei der Möwenart Braune Skua (Catharacta antarctica) auf Bird Island im Südatlantik nach, wie das ­Institut am 23. Oktober mitteilte. Vogelforscher hatten zuvor von der Insel erkrankte Vögel und erhöhte Todesraten mitgeteilt. Wie die benachbarte Insel South Georgia gehört Bird Island zum britischen Überseeterritorium und wird von großen Seevogelkolonien als Brutplatz benutzt. Die dicht besiedelten Brutplätze bieten dem Virus optimale Ausbreitungsmöglichkeiten. Die auf der Insel stationierten Forschungsgruppen haben nach Bekanntwerden der Seuche alle Arbeiten eingestellt, bei denen sie die Tiere berühren müssen. Sicherheitsmaßnahmen wie das Desinfizieren von Gegenständen oder Kleidung wurden intensiviert. Seit dem Ausbruch von H5N1 sind Millionen Seevögel gestorben, ebenso Seelöwen im Nordatlantik, im Pazifik und in Südafrika. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.10.2023, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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