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Indien: Homoehe illegalisiert

Neu-Delhi. Das höchste Gericht in Indien hat eine Legalisierung der Homoehe abgelehnt. Die Richter argumentierten am Dienstag, dass sie keine Befugnis hätten, die Ehe für alle zu öffnen – dafür sei das Parlament zuständig. Die Richter betonten, dass LGBTQ-Personen keine rechtliche Diskriminierung erfahren sollten. Mehrere Paare hatten sich an das Gericht gewandt. Die Ehe sei für sie bedeutsam, weil sie wichtige Rechte wie zu gemeinsamen Bankkonten, Erbschaften oder Adoptionen beinhalte. Mit der Homoehe, die es nur in wenigen nichtwestlichen Ländern gibt, hofften sie auch auf mehr Anerkennung in der Gesellschaft. Noch 2018 hatte das höchste Gericht im Sinne der LGBTQ-Community entschieden. Damals kippte es eine Bestimmung aus der britischen Kolonialzeit, die einvernehmlichen Sex von Homosexuellen verbot. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2023, Seite 7, Ausland

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