Zum Inhalt der Seite

Tunesien: Präsident wendet sich von Migrationsdeal ab

Tunis. Tunesien hat von der EU-Kommission angekündigte Finanzhilfen in Millionenhöhe abgelehnt, die das Land für die Abwehr von Flüchtenden erhalten soll. Tunesien »nimmt nichts an, was Gnaden oder Almosen ähnelt«, sagte Präsident Kaïs Saïed bei einem Treffen mit Außenminister Nabil Ammar am Montag abend. »In den Augen unseres Volkes entsprechen die Schätze der Welt nicht einem einzigen Korn unserer Souveränität«, sagte Saïed laut einem Bericht der Staatsagentur TAP. »Tunesien und sein Volk wollen kein Mitleid, sondern lehnen etwas ab, wenn sie nicht respektiert werden.« Die EU-Kommission hatte vor gut einer Woche im Rahmen eines »Migrationsabkommens« angekündigt, Tunesien rund 127 Millionen Euro auszuzahlen. Im Juli war eine entsprechende Absichtserklärung zwischen Tunis und Brüssel über Finanzhilfen von bis zu 900 Millionen Euro vereinbart worden. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.10.2023, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage