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Nordkosovo: Politiker bekennt sich zu Attacke

Belgrad. Der serbische Spitzenpolitiker und Geschäftsmann Milan Radoičić hat sich zum Überfall eines bewaffneten Kommandotrupps im Nordkosovo vor fünf Tagen bekannt. »Ich habe mich zu dieser Tat entschieden, weil alle bisher angewandten Widerstandsmethoden keine Verbesserung des Lebens des serbischen Volkes (im Kosovo) brachte«, schrieb er in einer Erklärung, die sein Anwalt am Freitag vor der Presse in Belgrad verlas. Die NATO kündigte am selben Tag an, die von ihr geführte Truppe Kfor im Kosovo zu verstärken. Radoičić erklärte, die Aktion auf eigene Faust ausgeführt und keine offiziellen Stellen in Serbien darüber informiert zu haben. Ziel sei es gewesen, die Serben in der 2008 einseitig abgespaltenen Provinz Kosovo dazu zu ermutigen, »sich dem Terror des Kurti-Regimes zu widersetzen«. Die Regierung von Albin Kurti in Pristina verfolge die serbische Minderheit, um das Land »ethnisch zu säubern«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.09.2023, Seite 7, Ausland

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