Zum Inhalt der Seite

Ausgangssperre in Manipur nach Protesten

Neu-Delhi. Nach Protesten am Mittwoch gegen die angebliche Entführung und Ermordung zweier Studenten der Bevölkerungsgruppe der Meitei im indischen Bundesstaat Manipur haben die Behörden eine unbefristete Ausgangssperre verhängt. Mehr als 80 Studenten seien bei den Zusammenstößen verletzt worden. Die Lage sei »extrem angespannt«, nachdem Bewaffnete ein Büro der Regierungspartei verwüstet und Benzinbomben auf die Polizeikräfte geworfen hätten. Wie Al-Dschasira berichtete, haben die Auseinandersetzungen den nordöstlichen Bundesstaat an der Grenze zu Myanmar in einen Bürgerkrieg gestürzt. Seit dem Ausbruch der Gewalt am 3. Mai wurden in Manipur mehr als 180 Menschen getötet, etwa 50.000 sind aus ihren Häusern geflohen. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.09.2023, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!