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Evolution auch bei minimalem Erbgut

Bloomington. Eine Forschungsgruppe um Roy Moger-Reischer hat in einer sechsjährigen Studie an der Indiana University Bloomington ermittelt, dass auch Zellen, die nicht mehr als lebensnotwendige Gene tragen, zu evolutionärer Entwicklung fähig sind. Das Team züchtete aus der im Organismus von Wiederkäuern vorkommenden Bakterienart Mycoplasma mycoides die synthetische Mikrobenvariante JCVI-syn3B, die nur 493 Gene besitzt. Bei minimalem Umfang des Erbguts sollte sich so gut wie jede Mutation negativ auswirken, da alle vorhandenen Gene notwendige Funktionen haben. Die Forscher stellten jedoch fest, dass die Variante JCVI-syn3B auftretende Mutationen kompensieren konnte. (Nature/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.09.2023, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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