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RIAS: Antisemitische Gewalt auf Höchststand

Berlin. Die Zahl antisemitischer Straftaten in der BRD ist im vergangenen Jahr auf hohem Niveau geblieben. Der Dachverband der Meldestellen für antisemitische Vorfälle dokumentierte für 2022 insgesamt 2.480 solcher Fälle, im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um elf Prozent. Das erklärte der Verband am Dienstag. Allerdings habe die Zahl »extremer Gewalt« mit neun Fällen einen Höchststand erreicht. Darunter fallen dem Verband zufolge »potentiell tödliche oder schwere Gewalttaten«. Erstellt wurde der Bericht vom Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS). Antisemitische Vorfälle hatten 2022 »die unterschiedlichsten politischen Hintergründe«, sagte RIAS-Vorstand Benjamin Steinitz am Dienstag in Berlin. Dabei seien »Relativierungen der Naziverbrechen und die Abwehr des Gedenkens an die Schoah« nach wie vor die wichtigste Erscheinungsform. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.06.2023, Seite 15, Antifaschismus

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