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Professor: Neonazis vergraulen Investoren

Potsdam. Für Kapitalisten droht das Land Brandenburg aufgrund rechter Umtriebe zusehends als Investitionsstandort unattraktiv zu werden. Die Landesregierung von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen setze »sehr stark darauf, diese Region so zu entwickeln«, sagte Gideon Botsch, Leiter der Forschungsstelle »Antisemitismus und Rechtsextremismus« am Moses-Mendelssohn-Zentrum der Uni Potsdam, gegenüber dpa laut Meldung vom Montag mit Blick auf die Region zwischen Berlin und der Lausitz. Er wisse jedoch nicht, »wie das funktionieren wird, wenn wir die ganze Zeit aus dieser Region immer Signale gesetzt bekommen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung – durch das Alltagsverhalten etwa in Burg oder Heidesee oder durch Wahlen – sagt, wir wollen dieser internationale Standort nicht sein«. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte im Landtag »Rechtsextremismus« und Rassismus als »Gefahr für unser Land« bezeichnet. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2023, Seite 15, Antifaschismus

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