NATO-Manöver mitten im Urlaubsverkehr
Frankfurt am Main. Die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol rechnet nicht mit Flugausfällen über Deutschland durch das größte jemals geplante Luftwaffenmanöver der NATO im Juni. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung, der deutschen Luftwaffe und weiteren Flugsicherungen habe Eurocontrol Lösungen erarbeitet, um die Auswirkungen auf die zivile Luftfahrt auf ein Mindestmaß zu begrenzen, erklärte Eurocontrol am Dienstag. »Wir gehen nicht davon aus, dass Luftfahrtunternehmen Flugstreichungen vornehmen müssen, um den Anforderungen der Übung gerecht zu werden.«
Die Luftfahrtbranche hatte sich Sorgen gemacht, dass es zu Beginn der verkehrsreichen Sommersaison im Juni zu starken Beeinträchtigungen kommen könne. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft hatte gefordert, mögliche Störungen durch enge Abstimmung zu reduzieren. Das größte Manöver der NATO-Luftstreitkräfte in der Geschichte des Kriegsbündnisses findet von 12. bis 24. Juni statt. Bis zu 10.000 Soldaten aus 25 Nationen mit rund 220 Flugzeugen sind beteiligt. Da Deutschland als Knotenpunkt dient, sind die Militärmaschinen in Zeitblöcken einiger Stunden in drei Korridoren im Nordosten, Nordwesten und Südwesten in der Luft. Zivile Flüge sind in bestimmten Flughöhen dann nicht möglich. (Reuters/jW)
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