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10.03.20232 Leserbriefe
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Ingenieur nach 21 Jahren Guantanamo-Haft frei
Washington. Ein Ingenieur aus Saudi-Arabien ist nach 21 Jahren aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba entlassen worden. Der 48jährige sei in sein Heimatland gebracht worden, teilten die US-Behörden am Mittwoch (Ortszeit) mit. Der Mann war im März 2002 in Pakistan festgenommen und dann nach Guantanamo gebracht worden. Er wurde nie verurteilt. (AFP/jW)
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Onlineabonnent*in Torsten Andreas S. aus B. 10. März 2023 um 21:40 UhrWurde er jemals angeklagt? Bekommen wir die vielen Vernehmungsprotokolle jemals zu sehen? Vertrauen wir denjenigen, die ihn endlich freigelassen haben oder fragen wir, warum er nicht schon vor 21 Jahren freigelassen wurde? Fazit: Wer kontrolliert diese Entscheider? Wir wollen die Namen wissen!
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Reinhard Hopp aus Berlin 10. März 2023 um 02:06 UhrWo bleibt sie denn, die angeblich so heilige und nicht verhandelbare westliche, rechtsstaatliche und menschenrechtliche Werte-Empörung? Wie kann die BRD als Nachfolgestaat Nazideutschlands nach dem Holocaust permanent zu Guantánamo schweigen und die USA als Völkermörder, internationalen Terrorstaat, als Folterer und staatlich organisierte Verbrecherorganisation, einen »Verbündeten«, ja gar »Freund« nennen? Kann man sich eigentlich selber noch tiefer erniedrigen? - Meine Scham findet keine Worte mehr!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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