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BRD weist iranische Diplomaten aus

Berlin/Teheran. Die Bundesregierung hat als Reaktion auf das Todesurteil eines Gerichts in Teheran gegen den Deutsch-Iraner Djamshid Sharmahd zwei iranische Diplomaten ausgewiesen. Das teilte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Mittwoch in Berlin mit. Ein Revolutionsgericht hatte den 67jährigen Sharmahd unter anderem für einen Terroranschlag verantwortlich gemacht, wie das Justizportal Misan am Dienstag bekanntgegeben hatte.

Zugleich verhängte Teheran Strafmaßnahmen gegen mehr als 30 Unternehmen und Personen aus der Europäischen Union, unter ihnen auch deutsche Politiker. Betroffen von den Sanktionen sind laut einer vom iranischen Außenministerium am Dienstag veröffentlichten Liste unter anderem die Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter (CDU) und Renata Alt (FDP). Einen Tag zuvor hatte die EU ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2023, Seite 1, Inland

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