-
22.02.2023
- → Ausland
Zweiter Prozess vor Kosovo-Tribunal
Den Haag. Das Sondergericht zu Kriegsverbrechen in Kosovo hat ein früheres Mitglied der »Befreiungsarmee des Kosovo« (UCK) der Folter und des Mordes beschuldigt. Pjetër Shala habe während des NATO-Krieges gegen Belgrad im Frühjahr 1999 mindestens 18 Menschen festgehalten, diese grausam misshandelt und sei an der Ermordung einer Person beteiligt gewesen, sagte Chefankläger Alex Whiting am Dienstag in Den Haag. Der Angeklagte Shala wies alle Vorwürfe zurück. Es ist der zweite Prozess vor dem Sondergericht. Im Dezember war der Exkommandant der albanischen Miliz, Salih Mustafa, wegen Folter und Mordes zu 26 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im April soll der Prozess gegen den früheren Präsidenten Hashim Thaci beginnen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!