-
21.02.2023
- → Inland
»Seebrücke« kritisiert schleppende Visavergabe
Berlin. Die Organisation »Seebrücke« hat die schleppende Vergabe von Einreisevisa an Betroffene des schweren Erdbebens in der Türkei und Syrien kritisiert. »Es scheint, als hätte die Bundesregierung die Voraussetzungen der Visavergabe mit Absicht so kompliziert gestaltet, nur um im nachhinein sagen zu können, dass sie ja helfen wollte, aber keine*r das Angebot angenommen hat«, erklärte Maria Sonnek von der »Seebrücke« am Montag in Berlin. »Wie sollen Papiere besorgt oder Nachweise erbracht werden, wenn all das verschüttet ist?« fragte Sonnek weiter. Dies gelte besonders für Syrien, wo es nicht einmal eine deutsche Vertretung gebe, bei der die benötigten Papiere beantragt werden können. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!