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Erneut chinesischer Ballon gesichtet

San José. Nach dem Abschuss eines chinesischen Stratosphärenballons durch die USA am Sonntag wurde über Süd- und Mittelamerika ein weiterer aus China stammender Ballon gesichtet. Nach entsprechenden Berichten aus Kolumbien und Venezuela meldete auch Costa Rica, dass das Gefährt seinen Luftraum durchquere. Das Außenministerium des mittelamerikanischen Landes teilte am Montag (Ortszeit) mit, die chinesische Botschaft in San José habe den Vorfall bedauert. Beijing machte geltend, dass der Ballon nicht der Spionage diene, sondern meteorologischen Untersuchungen und von starken Winden abgetrieben worden sei. Unterdessen werden vor der Küste South Carolinas die Trümmer des abgeschossenen Ballons geborgen, die nach US-Angaben über eine Fläche von mehr als zwei Quadratkilometern verteilt seien. Hoher Seegang habe die Bergung zunächst erschwert. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2023, Seite 1, Ausland

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  • Lothar Böling aus Düren 9. Feb. 2023 um 15:25 Uhr
    Na, wenn das mal gut geht! Mit einem Präsidenten, der auf alles schießen lässt, was sich bewegt, dürfte auch der zweite, chinesische Forschungsballon nur noch eine geringe Überlebenschance haben. Seltsam nur, dass man bisher von ähnlichen Vorfällen nichts gehört hat. Wie tagesschau.de am 8.2.2023 berichtete, haben in der Vergangenheit schon oft Forschungsballone die USA überflogen. Und das völlig normal, ohne dass ähnlich drastisch reagiert wurde. Nicht einmal Donald Trump, Mister: »Make America great again!«, war bisher zu solchem Unfug fähig. »Mindestens dreimal seien chinesische Ballons demnach während dessen Amtszeit kurzzeitig über den USA geschwebt«, heißt es (Siehe: »Weltweite Spionage per Ballon?« www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-china-spionageballon-111.html). Wie es scheint, nutzt Präsident Biden alle Möglichkeiten, um sich als ein ganzer Kerl, als »echter Draufgänger« zu profilieren. Schon ärgerlich, dass China sich mit solch einfältigen Revolverhelden befassen muss. Vielleicht hätte »Wild Joe« Biden mal besser kompetente US-Forscher befragen sollen, bevor er wahllos auf harmlose Forschungsobjekte schießen lässt. Auch Präsident Biden scheint nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Insgesamt lässt sich feststellen, dass mit solch dubiosen Figuren an der Spitze einer Weltmacht kaum Eindruck zu schinden ist. Jeder halbwegs intelligente Mensch erkennt nämlich sofort, dass hinter dem Abschuss des Forschungsballons eine geistige Tat auf primitivstem Kleinkindniveau steckt. Sandburgen zu zerstören war wahrscheinlich schon immer der heimliche Wunsch eines Joe Biden. Nicht anders verhält er sich übrigens in der Ukraine. Wie es scheint, ist auch Biden nicht gerade von seriösen Beratern umgeben. Chinas Präsident Xi Jinping wäre solch unsinnige Reaktion nicht passiert. Wie gut, dass US-Außenminister Blinken seine geplante China-Reise abgesagt hat. Wie dumm hätte er dagestanden als die rechte Hand eines wildgewordenen US-Präsidenten.
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